Lektoren und Prädikanten
Wortverkündigung ist eine zentrale Aufgabe
Ein fester Bestandteil jedes Gottesdienstes ist die Wortverkündigung. Die Gemeinde soll aufmerksam gemacht werden auf das Wort Gottes. Die Schriftlesung, also das Vorlesen beziehungsweise das Vortragen einer Bibelstelle, gehört zu den wichtigsten Aufgaben.
Lektoren- und Prädikantendienst in St. Markus
Ehrenamtliche Wortverkündigung als Teil des gottesdienstlichen Lebens
Zur gottesdienstlichen Verkündigung in den Gemeinden des Braunschweiger Südens gehören nicht nur Pfarrerinnen und Pfarrer. Auch ehrenamtliche Lektorinnen, Lektoren und Prädikanten haben diesen Dienst über viele Jahre mitgetragen und geprägt – so auch in der St.-Markus-Gemeinde. Die Gemeinde hat mit dieser Form der Wortverkündigung gute Erfahrungen gemacht und sie stets wertgeschätzt.
Aktuell gibt es in der St.-Markus-Gemeinde keine aktiven Lektorinnen, Lektoren oder Prädikanten. Damit ist dieser Dienst jedoch nicht abgeschlossen oder überholt – im Gegenteil: Er bleibt ein wichtiger Bestandteil kirchlichen Lebens und ein mögliches Engagementfeld für interessierte Menschen.
Lektorinnen und Lektoren wirken an Gottesdiensten mit, lesen biblische Texte, sprechen Gebete und gestalten einzelne liturgische Elemente. Prädikantinnen und Prädikanten übernehmen darüber hinaus eigenständig die Wortverkündigung und predigen im Gottesdienst. Beide Dienste sind verantwortungsvoll, gut begleitet und in der evangelischen Kirche fest verankert.
Wer Interesse an Gottesdienst, Sprache, Bibel und Gemeindeleben hat, kann sich grundsätzlich vorstellen, einen solchen Dienst zu übernehmen. Eine entsprechende Ausbildung sowie die notwendige Begleitung gehören selbstverständlich dazu. Niemand wird mit dieser Aufgabe allein gelassen.
Die St.-Markus-Gemeinde versteht Lektoren- und Prädikantendienst als eine Bereicherung für das gottesdienstliche Leben in den Gemeinden des Braunschweiger Südens. Menschen, die sich dafür interessieren oder Fragen haben, sind eingeladen, das Gespräch zu suchen und sich unverbindlich zu informieren.
Ansprechpartner für Fragen und ein erstes Gespräch sind die Pfarrerinnen und Pfarrer der Gemeinden im Braunschweiger Süden.
Und die Schriftlesungen im Gottesdienst?
Die Schriftlesungen werden in der St.-Markus-Kirche von engagierten Mitgliedern der Gemeinde vorgetragen. Sie nennen sich liturgische Lektoren. Diesem Dienst geht eine Einweisung durch den Pfarrer oder durch Dozenten des Predigerseminars voraus.
Hintergrund
Warum gibt es in der evangelischen Kirche denn überhaupt neben den Pfarrern auch Lektoren und Prädikanten?
Eine evangelische Kirche, die den Gedanken des „Priestertums aller Gläubigen" der Reformation ernst nimmt, sieht den Dienst der ehrenamtlichen Verkündigung als unverzichtbar an.
Erste evangelische Laienprediger gab es bereits zur Zeit der Reformation. Befähigte Männer – Prädikanten genannt – verkündeten ohne Weihe das Evangelium.
In seiner heutigen Form geht der ehrenamtliche Verkündigungsdienst auf die Zeit des Zweiten Weltkrieges zurück. Viele Pastoren waren eingezogen und befähigte Männer (in manchen Fällen auch Frauen) mussten ihren Dienst vertreten.
In der Neubesinnung der evangelischen Kirchen nach 1945 wurde den Verantwortlichen wichtig, dass die Kirche auf das Zeugnis solcher Gemeindeglieder nicht verzichten kann und ihr Dienst neu geordnet werden musste.
Landesbischof Friedrich Weber in einer Stellungnahme vom Juli 2007: „Um die gottesdienstliche Präsenz weiterhin möglichst vor Ort aufrecht zu erhalten, sind Lektoren und Prädikanten ausgebildet worden und werden kontinuierlich fortgebildet."
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