In der St.-Markus-Kirche sind Szenen der Passions- und Ostergeschichte gestaltet. Biblische Erzählfiguren stellen in fünf Bildern die Berichte aus dem Neuen Testament (vor allem nach Matthäus) nach. So können die Betrachter im Kirchraum beispielsweise erkennen, wie Judas von den Hohepriestern Silbertaler dafür erhält, dass er seinen Meister Jesus verrät. Besonders nahe geht die Gestaltung, als die Soldaten Jesus verhöhnen, ihn schlagen und mit einer Dornenkrone quälen. Aber auch der Einsatz des Josef von Arimathäa ist erkennbar; er legt nach der Kreuzigung den Leichnam von Jesus in das eigentlich für ihn selbst bestimmte Felsengrab.
St. Markus ist täglich von acht Uhr bis bis 18 Uhr geöffnet. Die Erzählfiguren können im Kirchraum kostenfrei betrachtet werden. Die Gestaltung ist bis über die Ostertage zu besichtigen.
Erzählfiguren sind etwa 30 cm groß und aufgrund ihres Sisaldrahtgestells beweglich. Ihre Standfestigkeit in allen Positionen verdanken sie ihren Bleifüßen. Ihre Hartschaumköpfe werden individuell geformt. Die Gesichter sind nur angedeutet und lassen viel Spielraum zur Interpretation. Durch ihre Körperhaltungen und Gebärden können die Figurinen vielfältige Emotionen ausdrücken. Die Figuren lassen sich leicht in eine andere Gestalt umwandeln, indem die aus Naturstoffen bestehende Kleidung ausgewechselt wird. Erzählfiguren ermöglichen einen ungewöhnlichen Zugang zu biblischen Geschichten und auch zum Gemeindeleben. Gestellte Szenen erleichtern dem Betrachter die Identifikation mit den Gestalten aus der Bibel und deren Aussagen. Werden sie bewegt und in Szene gesetzt, können sie den Zugang zum biblischen Geschehen auf eine neue Weise eröffnen. Sie sind gut einzusetzen bei Gruppenarbeiten, im Kindergottesdienst und szenische Darstellungen.
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30.03.2010
Kategorie: Markus-Gemeinde

