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01.09.2013 Kategorie: Markus-Gemeinde

Monatsspruch September 2013

Seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke. (Nehemia 8,10)

Gottes Worte können wärmen Nicht um allgemeine Fröhlichkeit geht es hier. Es geht um die Freude, die mit Gott zu tun hat. Aber was ist eigentlich los, als Esra und Nehemia diese Wörter formulierten? Esra, der Priester, und Nehemia, der Stadthalter, sprechen über die Heimkehr des Volkes Israel nach über 70 Jahren babylonischer Gefangenschaft. In Kapitel 8 berichten sie über die alten Feiertage, die wieder eingeführt werden. Offenbar muss alles richtig neu gelernt werden. Die Schwere der zurückliegenden Zeiten wird verwandelt. Sie hatte Bewegungen unmöglich gemacht. Jetzt geht der Blick wieder nach oben. „Der helle Streifen aus Licht“, heißt es in einem Gedicht von Heinz Kattner, „reicht vom Kopf übers Herz in die Hand und / will weiter von Mund zu Mund / von Herz zu Herz, von Hand zu Hand / will Lust zärtlich weitergeben und / zärtlich dem Schmerz begegnen.“ Wie ist die Freude am Herrn erlebbar? Wo beginnt sie? Haben wir sie verlernt? Die Freude am Herrn wird dort beginnen, wo ich das Hören auf Gottes Wort in den Mittelpunkt stellen kann. Dann würde Gottes Wort mich nicht mehr kaltlassen. Lässt sich diese Freude des Volkes Israel übertragen auf unsere Erlebnisse? Ja, wenn die Menschen heute eine direkte Auswirkung in ihrem Leben erfahren. Nur dann könnte ich mich über etwas in der Vergangenheit freuen. Dann lebe ich wie verwandelt in der Sonne Gottes. Seine Worte wärmen mich. Das ist Freude am Herrn. Ich freue mich an Gott ± aber nicht allein. Andere sind um mich und freuen sich auch.

Foto: Lehmann / gemeindebrief.de
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Monatsspruch September 2013, Grafik: Reichert

Beitrag von Erich Franz | www.gemeindebrief.de