Mitte August nahmen Mitarbeitende und Kirchenvorstände an einer Klausurtagung teil. Es haben sich 15 Personen zu diesem thematischen Wochenende angemeldet, das in Bleckmar (bei Bergen an der B 3) im Lutherischen Missionshaus stattfand.
Pastor Andreas Wandtke-Grohmann vom Gemeindedienst der Nordelbischen Kirche in Hamburg erklärte sich bereit, mit der Gruppe inhaltlich zum Thema Taufe zu arbeiten. In der Taufe sagt Gott allen Christinnen und Christen seine Liebe und seinen Segen zu. Mit der Taufhandlung wird der Täufling in die Kirche aufgenommen, wird gewissermaßen zu einem „Kind Gottes“.
Die Taufe gilt jedem persönlich. Das wird deutlich, indem jede und jeder Einzelne namentlich angesprochen wird. Damit wird eine Verheißung aus dem Alten Testament erfüllt: „Fürchte dich nicht, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein“ (Jesaja 43,1).
In der evangelischen Kirche gilt die Taufe als Sakrament. Es ist also ein Zeichen, das von Jesus selbst eingesetzt wurde. In einer menschlichen Handlung wird die göttliche Dimension unseres Lebens sichtbar. Alltägliches Wasser wird durch die Verheißung Gottes in der Taufhandlung zu einem göttlichen Segen - das ist ein göttliches Geschenk! Wasser und Gottes Wort im Zuspruch seines drei-einigen Namens: Beides gehört zusammen und mehr braucht es auch nicht.
Die Gruppe hat in den Tagungseinheiten ihre eigenen Erfahrungen zusammengetragen: Was bedeutet es im Alltag, Christ zu sein? Die Teilnehmenden arbeiteten heraus, dass dies eine Berufung ist, die es immer neu zu entdecken gilt. Am besten zusammen mit anderen Christen, etwa in der Kirchengemeinde. Dazu braucht es Zeit und es ist hilfreich, sich dieses Angebot immer wieder bewusst zu machen.
In der St.-Markus-Gemeinde erhält jeder Täufling eine Taufkerze und ein kleines Schäfchen mit auf seinen Lebensweg. Letzteres Sinnbild soll bedeuten: Gott versorgt die Christen so, wie ein Hirte seine Schafe ver- und umsorgt. Das Licht der Kerze wiederum ist ein Symbol für den Segen Gottes. Die Teilnehmenden zündeten sich gegenseitig Kerzen an und vergegenwärtigten sich gegenseitig den Segen.
Denn es gelten auch hier die Verheißungen: „Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben“ (Johannes 8,12) oder: „Das Volk, das im Finstern saß, hat ein großes Licht gesehen. Und denen, die saßen am Ort und Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen“ (Matthäus 4,16).
Es wurden nach und nach auch weitere Inhalte der Taufe deutlich, die allgemein gar nicht bekannt waren. Denn es geht nicht nur darum, dem Täufling Gottes Schutz und Segen zuzusprechen. Das Wichtigste ist natürlich: Wer getauft wird, ist auf Jesus Christus getauft, auf seinen Namen und damit auf ihn als Person. Also gehört man mit der Taufe zu Jesus. Doch diese „Zugehörigkeit“ hat auch noch eine ganz andere Dimension. Durch die Taufe nimmt der Täufling Anteil am Kreuzestod Jesu und - das ist das Wunderbare - an seiner Auferstehung.
Diese theologische Erklärung klang fremd in den Ohren mancher Mitarbeitender. Doch das Versprechen ist großartig: Unsere Taufe ist der Beginn des ewigen Lebens.
Zum Ende der Klausur feierten die Teilnehmenden eine kleine Tauferinnerungsfeier. Sie machten sich bewusst, dass sie getauft worden sind und zeichneten sich gegenseitig das Zeichen des Kreuzes mit Wasser in die Handflächen.
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13.08.2011
Kategorie: Markus-Gemeinde



