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13.03.2009 Kategorie: Markus-Gemeinde

Klausurtagung im Benediktinerkloster Huysburg

Mitarbeitende und Kirchenvorstände analysierten Bericht einer internationalen Delegation über den Zustand der Landeskirche

Was kann von den Anregungen für St. Markus Nutzen bringen? Vom 13. bis 14. März 2009 reisten 24 Mitarbeitende und Kirchenvorstände der Markusgemeinde zum Benediktinerkloster Huysburg bei Halberstadt, um sich in einer Klausurtagung mit den Ergebnissen einer Ökumenischen Visitation zu beschäftigen. Besucher fünf ausländischer Partnerkirchen hatten Ende letzten Jahres auf Einladung der Braunschweigischen Landeskirche ihre Eindrücke vom kirchlichen Leben gesammelt und in einem Schreiben an die Kirchengemeinden versandt. Die Teilnehmenden der Klausur sichteten zunächst diese Ergebnisse. In ihnen wird unter anderem bemängelt, dass es in der Landeskirche an lebendiger Spiritualität fehle. Obwohl die Infrastruktur hervorragend sei, lasse der Gottesdienstbesuch besonders junger Menschen zu wünschen übrig. Andererseits lobte die Visitationsgruppe die Qualität und das Engagement der Pfarrer- und Mitarbeiterschaft und die gute Arbeit der diakonischen Einrichtungen. Nicht zuletzt würdigt die ökumenische Visitationsgruppe den Mut der Landeskirche, sich den Anfragen zu stellen. Ein "Pressespiegel", der die Berichterstattung über den Besuch der internationalen Delegation auf der Homepage der Landeskirche darstellte, zeigte deutlich den weiteren Umgang mit den Schlussfolgerungen: Eine erste Meldung, die die zum Teil unbequemen Ergebnisse aus dem Sendschreiben der ökumenischen Delegation nicht verschwieg, ja geradezu heraushob, wurde gelöscht und durch eine Meldung ersetzt, in welcher der Klartext der ersten Meldung verklausoliert beziehungsweise schöngeredet wurde. So jedenfalls empfanden es die Klausurteilnehmenden. Sie hatten den Eindruck, dass die zunächst mutige Selbstkritik gleich wieder zurückgenommen wurde, was einen konstruktiven Umgang mit der Kritik erschwerte. Zu viel klang entgegen dem Inhalt des Sendschreibens zu positiv. Dies Verfahren und den weiteren Umgang mit den Ergebnissen der Visitation führten die Klausurteilnehmenden auf eine mangelnde Kritikfähigkeit der Landeskirche zurück. Die Mitarbeitenden und Kirchenvorstände blickten in einer weiteren Arbeitseinheit auf den Zustand der eigenen Gemeinde. Ziel war, positive Impulse für die kirchliche Arbeit vor Ort aus den Ergebnissen der Visitationsgruppe zu gewinnen. Schnell wurde deutlich, dass viele der kritisierten Erkenntnisse auch auf St. Markus zutreffen. Die Klausurteilnehmenden zogen ein Resümee und haben erste Absprachen für die künftige Arbeit getroffen. So soll unter anderem die "mittlere Generation" verstärkt in den Blick genommen und das Miteinander von Jung und Alt gefördert werden. Die reiselustigen Mitarbeitenden aus St. Markus nahmen im Rahmen ihrer Klausurtagung an einer Vesper in der Kirche des Benediktinerklosters teil, um Einblicke in das mönchische Leben zu bekommen. Die protestantische Gruppe war erfreut, dass sie zur Eucharistiefeier (Abendmahl) eingeladen wurde, in deren Rahmen Brot und Wein gereicht wurde. Am Sonnabend stand eine geführte Besichtigung des Klosters auf dem Programm. Bruder Josef begrüßte die Braunschweiger und führte sie engagiert durch die Klosteranlage und das Innere der Kirche.
Aussagen der Ökumenischen Visitation wurden gesammelt

Aussagen der Ökumenischen Visitation wurden gesammelt

Kleingruppen beschäftigten sich mit den Ergebnissen

Kleingruppen beschäftigten sich mit den Ergebnissen

Bruder Josef führte die Braunschweiger durch das Kloster

Bruder Josef führte die Braunschweiger durch das Kloster