Schon das Orgelvorspiel zum Eingang sorgte für eine elektronische Überraschung und allgemeine Erheiterung: Da es sich um eine digitale Orgel handelt, wird im Grunde kein Organist benötigt. Dass aber Kirchenmusik aus deutlich mehr besteht als aus den Möglichkeiten einer technisch noch so ausgereiften Orgel, wurde schnell deutlich zum Einüben und Dirigieren eines Kanons kann beispielsweise auf einen Kirchenmusiker nicht verzichtet werden.
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Im Anspiel wurde ein Anruf bei der Service-Hotline wegen eines Computerproblems nachgestellt und damit eine Parallele zu psychosozialen Beratungsthemen hergestellt. Hiermit wurde übergeleitet zur Predigt von Pfarrer Hans-Jürgen Kopkow. Auf Computer und Internet möchten die meisten Menschen sowohl im Privaten wie im Beruf nicht mehr verzichten. Zu groß sind die damit verbundenen Chancen und Erleichterungen. Gleichzeitig sind hiermit natürlich auch zahlreiche Gefahren verbunden, beispielsweise die suchtartige Nutzung der Technik oder auch die verstärkte Kommunikation über sogenannte Chatrooms oder Foren, die das persönliche Gespräch deutlich einzuschränken droht.
Letztendlich hängt die Entscheidung, ob es sich bei der Nutzung der neuen Medien um Fluch oder Segen handelt jeweils davon ab, wie die Einzelnen damit umgehen. Das Bild des Netzes, wie es im Predigtext Matthäus 13, 47 dargestellt ist, kann übertragen werden auf die Nutzung des Web (World Wide Web, deutsch: weltweites Netz) und bietet damit grenzenlose Vernetzungs- und Informationsmöglichkeiten. Auch hier gilt Wenn Gott mit dabei ist, dann wird es gut.
Hier können Sie die Predigt zum Gottesdienst nachlesen.
Das große Interesse auch der etwas älteren Generation an dieser Thematik spiegelte sich deutlich im Gottesdienstbesuch wieder: Von den gut 60 Besuchenden war die Mehrzahl der Generation 60+ zuzuordnen. Die Bitte einer der älteren Teilnehmerin vor Beginn steht vielleicht stellvertretend für den Wunsch vieler älteren Menschen, die sich durchaus für neue Medien interessieren, jedoch mit der Vielzahl der Begriffe und der Schnelligkeit nicht Schritt halten können: Erklärt das aber für Kinder. Vielleicht konnte mit diesem Gottesdienst die Kluft zwischen Internetkundigen und denjenigen, die bisher eine gewisse Scheu davor hatten, ein klein wenig verringert werden.
Die Internet-Redaktion der St.-Markus-Gemeinde hält die in dieser Form seit rund vier Jahren bestehende Homepage stets auf dem neuesten Stand. Ganz bewusst existiert die Seite neben dem regelmäßig erscheinenden Anklang, den alle Südstädter Haushalte - unabhängig von ihrer Konfessionszugehörigkeit - erhalten. Neben der Information für Gemeindemitglieder dient sie auch zur Aufrechterhaltung des Kontatkes für Ex-Südstädter, da hierfür regionale Distanzen keine Bedeutung haben, so Jens Ackermann, Koordinator der Internet-Redaktionsgruppe.



