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01.02.2013 Kategorie: Markus-Gemeinde

Monatsspruch Februar 2013

Schaue darauf, dass nicht das Licht in dir Finsternis sei.
Lukas 11,35

Wir leben von der Gnade Gottes

Lichtgeschichten, Lichtbilder gibt es in der Bibel mehrere. Immer ist das Licht positiv, hell – erhellend, wegweisend – führend, zum Guten hin. Licht ist hell. Aber das Licht kann auch missbraucht werden. Meine Enkel kennen das aus Seeräubergeschichten: Nicht immer haben Piraten bei Tag und auf offener See angegriffen. In Küstennähe haben sie die Leuchttürme gelöscht und dafür Leuchtfeuer so angebracht, dass die fette Beute strandete oder an Klippen leckschlug. Das Licht wurde seiner positiven Eigenschaft beraubt und zum Schaden benutzt. So kann ich mir Licht, das den Weg weisen sollte, als Finsternis, als Irrweg vorstellen. Für die Übersetzung des Bibelwortes in unser Leben heißt das dann zum Beispiel, was als Führung im Sinne Gottes gedacht ist, wird zur Verführung in eigener Sache. Wir leben mit und von der Gnade Gottes, sind aber selber gnadenlos. Wir vertrauen darauf, dass Gott uns heil macht, tragen aber selbst Unheil in unser Leben und ins Leben anderer Menschen. Ja, Licht kann finster sein, wenn wir seine Strahlkraft verdunkeln. Das göttliche Licht in uns kann finster werden, wenn wir versuchen, unsere eigenen Leuchtfeuer so zu setzen, dass sie nichts mehr mit dem zu tun haben, was Gott will: Orientierung, Helligkeit, Wärme zum Leben. Wir strahlen etwas aus. Dass es unbedingt zum Leben führen sollte, ist die Mahnung des Monatsspruchs „Schaue darauf, dass nicht das Licht in dir Finsternis sei“ (Lukas 11,35).

Foto: epd-Bild