Wie sich ein Wandertag dadurch verändert, dass man ihn Pilgertag nennt, konnten die Konfirmandinnen und Konfirmanden erleben.
Der Weg begann an der Klosterkirche in Riddagshausen, wo er dann auch endete. Aber wie die Mönche haben die Pilgernden versucht, Gottes Gegenwart nicht nur in der Kirche, sondern auch unterwegs im Blick zu behalten.
An der ersten Brücke ließ sich die Gruppe vom Lied "Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen" inspirieren. Gleich danach luden zwei sich nahe stehende Bäume ein, mal darüber nachzudenken, wie die Position anderen gegenüber aussieht.
Und dann waren da auf der Magerwiese "die Lilien auf dem Felde" und an der Mittelriede "der Fluss des Lebens" zu bedenken. Wenig später lud ein vorbeifahrender Intercity ein, über Einsteiger und Aussteiger und die Lebensreise nachzudenken, bevor die Konfis dann im Wald frei nach Reinhard Mey "Mein Freund, der Baum" einen neuen Freund gesucht haben, der wie sie im Himmel und in der Erde verwurzelt ist.
Eine Sumpfwiese führte ihnen die "Gefahr zu versumpfen und unterzugehen" vor Augen. Damit es dazu nicht kam, nutze die Pilgergruppe einen Ausguck, um sich zu orientieren und einen Überblick zu bekommen. Ja, und dann sind alle mit Hilfe der Deiche "überm Wasser gegangen".
Alle sind da allein und schweigend unterwegs gewesen. So konnten sie mal "für einen Moment in sich gehen". Zum Abschluss haben die Steine der Klosterkirche ihre ganz eigene Predigt gehalten.
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21.05.2010
Kategorie: Markus-Gemeinde



