Unsere Kirchengemeinde soll ein Ort sein, an dem Menschen sich willkommen und sicher fühlen. Besonders Kinder und Jugendliche sollen darauf vertrauen können, dass ihre Grenzen respektiert werden und sie sich an Erwachsene wenden können, wenn etwas nicht stimmt. Deshalb hat der Kirchenvorstand ein Schutzkonzept für unsere Gemeinde beschlossen.
Ein Schutzkonzept hilft dabei, Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt vorzubeugen. Es schafft klare Regeln für den Umgang miteinander und gibt Orientierung, wenn etwas auffällt oder jemand von einer unangenehmen Erfahrung erzählt. Dabei geht es nicht um Misstrauen, sondern darum, Vertrauen einen guten und sicheren Rahmen zu geben.
Wir haben dafür auch unsere Räume und Abläufe in den Blick genommen. Nicht alles lässt sich baulich verändern. Umso wichtiger ist es, aufmerksam zu sein und Situationen verantwortungsvoll zu gestalten. Mitarbeitende und Ehrenamtliche sollen für das Thema sensibilisiert werden und wissen, an wen sie sich bei Fragen oder Unsicherheiten wenden können.
Für uns bedeutet das: Wir achten persönliche Grenzen, gehen respektvoll miteinander um und nehmen Hinweise ernst. Kinder und Jugendliche sollen ihre Rechte und Möglichkeiten kennen, Hilfe zu bekommen. Wenn es einen Verdacht oder eine schwierige Situation gibt, holen wir fachliche Unterstützung und handeln nicht vorschnell auf eigene Faust.
Mit dem Beschluss ist das Thema nicht abgeschlossen. Ein Schutzkonzept muss im Alltag gelebt, regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden. Denn eine sichere Gemeinde entsteht nicht allein durch Regeln, sondern durch Menschen, die aufmerksam miteinander umgehen, Grenzen respektieren und den Mut haben, Dinge anzusprechen. Dafür wollen wir als Gemeinde gemeinsam Verantwortung übernehmen.

