
Wer der Evangelist Markus gewesen ist, wissen wir nicht genau. Die altkirchliche Tradition versucht, das Evangelium auf den aus Jerusalem stammenden und in der Apostelgeschichte erwähnten Johannes Markus zurückzuführen, einen Begleiter des Apostels Paulus - belegen lässt sich diese Zuweisung aber nicht. Bischof Papias von Hierapolis berichtete um 130 n. Chr. von Markus als "Dolmetscher des Petrus" und Verfasser des Markusevangeliums.
Das Markus-Evangelium ist das älteste Evangelium, das wahrscheinlich um 70 n. Chr. in Rom geschrieben wurde. Seine überragende und theologische Leistung besteht darin, dass Markus als erster die Erzählungen über Jesu Worte und Taten mit der Passionsgeschichte verband und so die neue Literaturgattung ,Evangelium' (von griech. ευαγγελιoν: "gute Nachricht", "frohe Botschaft") schuf. Die Verbindung der Passionsüberlieferung mit den Gleichnissen und Wunderberichten ist das eigentlich Neue an der Gattung ,Evangelium'. Markus hat seine Schrift für die Heidenmission verfasst. Wie zuvor Paulus interpretiert auch Markus die Jesus-Christus-Erzählung konsequent von Kreuzigung und Auferstehung her. Jüdisches ist für ihn nebensächlich. Ihn interessiert die Frage: Wie kommt der Heide zum "Kreuz", zum Glauben?
Sein Tag, der Markustag, ist der 25. April. Seine Insignien sind der Löwe mit dem Buch (die heilige Schrift).
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