"Gott ist gegenwärtig"

Gott ist gegenwärtig.
Lasset uns anbeten und in Ehrfurcht vor ihn treten.

Gott ist in der Mitte.

Alles in uns schweige und sich innigst vor ihm beuge.
Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlag die Augen nieder;
kommt, ergebt euch wieder.


Evangelisches Gesangbuch
Nr. 165,1


Gerhard Tersteegen
Gerhard Tersteegen
1697-1769
Foto:
Christiane Schwarze-Kalkoff

Pate für den Bau der Markuskirche stand das Lied des Mystikers Gerhard Tersteegen "Gott ist gegenwärtig ... Gott ist in der Mitte" (Evangelisches Gesangbuch Nr. 165,1).

Dieser theologische Grundgedanke und die damit verbundenen Vorstellungen und Wünsche der Gemeinde sind in Zusammenarbeit mit Stadtkirchenbaurat Norbert Koch in den Jahren 1998 bis 1999 architektonisch umgesetzt worden.

Alles ist von der Mitte her und auf die Mitte hin geordnet. Der Kirchraum wird Ort der Begegnung der Gemeinde miteinander und mit Gott. Es kann im wahrsten Sinn zum Miteinander kommen.

Grundstein
Grundstein

Foto: Hans-Jürgen Kopkow

Die Architektur und Einrichtung berücksichtigt, dass Gott nicht fern von uns ist, sondern mitten unter uns. Christus hat versprochen, mitten unter uns zu sein, als er sagte: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen" (Matthäus 18,20).

Die Raummitte wird so zu einem Symbol für unsere Mitte, die uns über alle Unterschiede hinweg miteinander versammelt. Wo Gott sich uns nähert, wo wir uns ihm nähern, wo wir einander nahe kommen, wo wir zur Mitte kommen, da verdichtet sich, was uns im Tiefsten zusammenhält.

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